Fotoschau: Invalide IRAK-Veteranen
Der Selbstmordattentäter kam, wie so oft, aus dem Nichts. Er sprengte sich direkt neben dem Truck in die Luft, in dem Sergeant Ty Ziegel saß. Der Marineinfanterist war in dem brennenden Wrack eingeklemmt. “Ich wälzte mich hin und her und schrie die ganze Zeit, bei vollem Bewusstsein”, erinnerte er sich später. “Ich fing offenbar immer wieder Feuer.”
Ein Auszug aus dem Artikel zur Gallerie auf Spiegel Online. In diesem wird auf eine Fotoschau in New York hingewiesen, die auf sehr bewegende Weise die Schrecken des Krieges und dessen Auswirkungen auf die beteiligten Menschen schildert. In Vordergrund stehen hier die betroffenen amerikanischen Soldaten, die durch den Krieg und der darauffolgenden militärischen Besetzung des Iraks auch zu Opfern werden.
Für mich persönlich ist das, was man bei dem Auszug auf Spiegel Online sieht, recht zwiespältig. Zum einen werden die Auswirkungen des Krieges oder eines Anschlags auf Soldaten, wärend er Besetzung, Bildhaft gezeigt. Sie sind teils grauenvoll, teils nicht ansehbar. Zum anderen aber stehen die Kommentare der Betroffenen. Kommentare wie:
Das wirkt wie Hohn, wenn ein von Schrapnellen durchsiebter Soldat meint, das es “Spaß” machte. Das er “nichts bereut”
Diese Kommentare können aus dem Zusammenhang gerissen sein, wie es Medien gerne tun. Aber letztlich ist es das, was an die Masse der bevölkerung kommuniziert wird und auf das diese eingeht.
Man könnte jetzt sagen, das durch diese Ausststellung die Täter zu Opfern gemacht werden sollen. Sicher, das kann man glauben. Und die Bevöllkerung der USA kann es ebenso auffassen und um mehr “Vergeltung” aaufrufen.
Andererseits könnte man diese Ausstellung auch in eine Halle mit WK2, Vietnam, Uganda oder Kongo setzen und so ein Mahnmal gegen den Krieg aus dem Boden stampfen.