Ethik in der IT
Gestern noch am Grill eine nette Diskussion über IT und Ethik gehabt, heute direkt wieder damit in Konflikt geraten. Das Internet dressiert ja eigentlich jeden zu einem kleinen Mielke ab: stöbern, stöbern, stöbern.
Auch wenn man als Einzelperson sehr wohl steuern kann, welche persönlichen Daten wo auftauchen, als andere gern behaupten, ist es trotzdem faszinierend was man als Privatperson so alles findet wenn man nach irgendjemanden sucht.
Einerseits kann man wunderbare Dinge über seine Freunde / Bekannten / etc. finden. Videos, Filme, Geschichten. Oder aber eben auch persönlichere Infos über Geschäftskontakte finden, die dabei helfen die zwischenmenschliche Beziehung besser zu gestalten. Wieviel einfacher ist es ein Gespräch zu führen, wenn man weiss das der gegenüber auch nur ein Mensch mit Hobbies und sexuellen Fetischsen ist.
Jedoch, wo Licht ist, ist auch Schatten. Genau die gleichen Argumente wie eben aufgelistet kann man auch missbrauchen. Partyfotos von Mitarbeiter(innen) als Vorwand für Mobbing nutzen. Oder als “eigene” Bilder missbrauchen.
An dieser Stelle muss ich erwähnen, das ich es es beschämend und schlichtweg falsch finde, das alle mir bekannten, großen Sex-Communities (poppen.de, joyclub.de, adult-friendfinder.de) öffentliche Profile zulassen. Der Umgang mit der eigenen Sexualität ist nichts verwerfliches. Die Art und Weise wie damit jedoch seitens der Communityportale Geschäfte gemacht werden kann für betroffene Einzelpersonen ziemlich schmerzlich enden. Argumente, das die Portalbetreiber nicht für die Inhalte oder deren Nutzung verantwortlich sind, find ich moralisch bedenklich. Denn im Gegensatz zu einer Musik- oder Partycommunity spielt man hier mit sehr, sehr persönlichen Daten. Zumindest techn. Schutzmechanismen sollten bereitgestellt werden.
Es ist eine Frage der Ethik, Moral aber auch der Eigenverantworung wie die eigenen, persönlichen Daten verwendet werden. Jedoch sollten Portalbetreiber zumindest technische Hilfestellungen anbieten. Soweit dies technisch machbar ist.
Ein wunderbares Beispiel für die positiven Auswirkungen jedoch ist ein heutiges Erlebnis. Ich suche ja gerne nach der Art und Weise der Präsenzen von Leuten die ich gute kenne oder eben erst kennengelernt habe. Vielleicht ist das ein überbleibsel meiner DDR-Gene. Wie auch immer, zufällig war der Alex von Guerrilla heute dran.
Ein Querverweis bei Google zeigt auf dessen Teilnahme (bzw. den mittlerweile “verstorbenen” Mindcrime) am “Rock an der Sieg”-Festival 2006.
Und somit werde ich dieses Jahr ein neues Festival kennenlernen ;). Denn auch in diesem Jahr wird dies wohl wieder stattfinden und ich bin schon auf das Lineup gespannt.
Sobald mehr Informationen vorliegen, wird auch ein passender Eintrag bei Last.fm eingetragen. Sonst verpenn ich das womöglich noch ;).